Verse

Idee

Eine Hoffnung für den Menschen

Daran, dass es etwas geben wird, was keine Substanz hat, könnte ich nicht glauben. Daran, dass es einen Menschen gibt, welcher keine Substanz besitzt, könnte ich eigentlich auch nicht glauben. Ich möchte da lieber an das glauben, was es für mich schon einmal gegeben hat und was ich auch erlebt habe. Das Wirkliche soll das sein. Es reicht mir bereits zu manchem aus. Da habe ich ein Bild von den Gegebenheiten des Daseins erhalten, welches sich von mir gewichten lässt.

Gedanke

Von der Würde

Einen anderen Menschen zu entzaubern, das soll meines Erachtens eine Sünde sein. Schwerlich wird dessen Fall daraufhin noch aufzuhalten sein. Schwierig wird es ihm wahrscheinlich fallen, sich zeitnah aufzurichten und wiederum zu bestehen.

Jener Person, welcher die Achtung vor sich einmal entrissen worden ist, wird es schlecht deswegen ergehen. Was wir da die Würde eines Menschen genannt haben, über das sollte nicht gerichtet werden. So verstehe ich deren Unantastbarkeit.

Idee

Ein Richtmaß für das Gute

Das Wahre gilt es durchzusetzen, um es einmal bewerkstelligt zu bekommen, dass man etwas schafft. Etwas Richtiges gilt es da zu begründen, auf dass es einmal gegeben sein wird. Habe keine falsche Scheu vor den scheinbaren Widrigkeiten Deines Daseins und gehe es an. Wirklich unangenehm sollte Dein Leben für Dich nicht einmal dann sein, wenn Du auf Dich zurückgefallen bist.

Habe keinen unbegründeten Respekt vor den offenkundig gegebenen Dingen. Auch Du gehörst zur Menschheit dazu und wirst von manchem Menschen als ein Teil von ihr wahrgenommen. Gleiches soll da mit Gleichwertigem erwidert werden, damit die Ordnung Bestand hat. Gutes soll da auch mit etwas Gutem erwidert werden, aber vom Schlechten mache man kein Aufheben über der Gebühr.

Der Ordentliche bewahrt derweil die gegebene Ordnung. Als Rechtschaffener bewahrt er in seinem Menschendasein sein eigentliches Urteil. Das Gute wird so bewahrt und behält unterdessen seine Güte bei.

Gedanke

Verständnis für den Menschen

Wer eines anderen Menschen Worte und Taten überhöht darstellt, der blendet die Menschen damit und sorgt dafür, dass sie die wahre Ordnung vergessen.

Dokumentation

Der gute Wille

Ich kann jeden einzelnen Menschen allein nur dazu ermuntern, den ganzen Weg in vollständiger Weise zu gehen. So erfährt man das Gesamte der Welt als eine Wirklichkeit. Dadurch lernt man es nicht allein nur die Dinge zu gewichten, man wird sie auch unterscheiden können. Das kann man angehen. So etwas lässt sich erlernen. Dazu vervollständige ich meine eigenen Schritte auf meinem Weg. Da wird das alles etwas Ganzes sein. Das soll mein Rat hier an die anderen Menschen sein, dass sie das auch wirklich tun möchten. Das Entscheidende dafür wird aber jeder im Leben selbst bewirken müssen. Die Kraft dazu muss schon von uns herrühren.

Impuls

Regelmäßigkeit einer Auswirkung

Die Bewegungen des Menschen, wie auch seine Freuden und sein Glück kommen zu einem eigentlichen Ausgleich des Erlebten zustande. Über einen solchen Sachverhalt hinaus bedarf kein Mensch einer weiteren Sache. Alles Zusätzliche dazu belastet uns nur.

Idee

Übersichtlichkeit des Gegebenen

Aus jeder Richtung kann das Ganze angesehen werden. Das Ganze soll aus jeder Richtung gesehen gutartig ausfallen. Das eigene Leben soll so dazu passen, wie wir die Dinge wahrnehmen. Es gilt mir etwas, das Dasein als ein Gesamtes anzunehmen. Wer sein Leben aber auf eine solche Weise führt, der wird manchen Schiffbruch von sich zu verhindern wissen. Das eigene Leben gilt es zwar zu durchleben, jedoch sollten uns nicht die eigentlichen Güter eines Menschen dabei verlorengehen.

Idee

Von der Vernunft

Warum soll ich anders sein als die anderen? Warum sollte ich jetzt nicht gleich sein wie sie? Wer legt das denn fest, ob es einer wert ist, dass er als ein Mensch angesehen wird? Würde es im Dasein nicht auch darum gehen, sich gegenseitig gut zu kennen? Nach welchem anderen glücksverheißenden Moment suchen wir denn im Leben? - Dann, wenn wir von unseren Mitmenschen hinreichend gut verstanden werden, haben wir gewiss eine der Ursachen für ein eigentliches Glück als Mensch erreicht.

Gedanke

Eine immanente Macht

Manche Stunde der Betrachtung meiner Werkschau hat mir schon einen inneren Halt gespendet. Ich glaube an die den Dingen innewohnende Kraft. Eine Darstellung des Gegebenen bewirkt auch etwas, so man sie beschaut, weil das manche Regung bei uns freisetzen kann. Das nehme ich so wahr, wenn ich hieran verweile. Das Betrachten eigener Werke hat mir zeitweise schon eine eigentliche Stärke verliehen.

Idee

Ein freigesetztes Glück

Wer geradlinig sein will, der muss auch einmal 'Nein' sagen können. Wer dankbar sein möchte, der muss auch einmal klagen dürfen. Wer seine Dinge richtig macht, der macht sie von sich aus.

Sprachgestaltung

Zukunft schaffen

Sei Deiner eigenen Seele ein Haus.

Sei Deiner eigenen Seele ein Zimmer.

Sei Deiner eigenen Seele eine Landschaft.

Gehabe Dich wohl dabei.

Dokumentation

Maß halten

Ich bin nicht als Künstler geboren worden. Dennoch habe ich die Kunst für mich zum Metiers gemacht, weil das meinem Wunsch ans Dasein entspricht, dass ich mich mit ihr befassen möchte. Nichts Unmögliches bräuchte ich damit zu erreichen. Vielmehr möchte ich im Dasein meinem Leben gerecht sein. Manche Notlage habe ich schon erfahren. Da bin ich wieder und wieder auf den ursprünglichen Zustand zurückgefallen. So habe ich es erlernen müssen, auf manches zu verzichten und mit dem Wenigen auszukommen, was mir auch wirklich zu besitzen vergönnt ist. Die Fragestellung, ob das mir Gegebene auch von anderen als Begabung angesehen wird, ist da noch immer offen geblieben. Es hat mir jedoch nicht jeder seine Anerkennung versagt.

Impuls

Bescheidenheit

Hat das eigene Leben einen Sinn? - Ja, es ist gut. Ich finde, es ist schön. Es ist das alles recht so, wie es ist. Einen tieferen Gedanken über das Glück eines Menschendaseins habe ich bisher nicht aufgefunden.

Vers

Karma oder eine Vernunft des Schicksals

Ein einziges Leben, geführt wie ein Pharao, führt, wie ich finde, zu über tausend Leben in Knechtschaft und Sklaverei.

Ein einziges Leben, geführt in völliger Freiheit, führt, wie ich finde, zu über hundert Leben in bedingter Knechtschaft.

Ein einziges Leben, gelebt für den Genuss, führt, wie ich finde, zu vielen Leben in Verbitterung.

Ein Leben voller Wissen löscht wohl kaum schon die Schuld eines Lebens in Unwissen aus.

Das Leben als ein Diener Gottes zu führen, löscht wohl kaum schon die Schuld aller Leben ohne Dienstbarkeit seinem Herrn gegenüber aus.

Sei aber dennoch ein Diener Gottes. Handle stets getreu Deinem eigenen Wissen. Befreie Dich von allen Arten der Falschheit. Löse das Verkehrte auf. Das wäre so gut für Dich.

Sei besser kein Pharao. Zügle Dich auch, wenn es um das Ausleben Deiner Freiheit geht. Mancher Untergang soll Dir so erspart sein.

Erspare Dir ein Übermaß an für Dich schädlichen Genüssen. Das soll Dich stärken, dass Du Dich davon enthältst. Über Gebühr sollte man nichts tun.

Gedanke

Eine Wiederkunft der Ordnung

Einen in wahrhaftiger Intention geschriebenen Text erkennt man daran, dass die Leute ein Lied davon singen können, was er eigentlich besagt. Das ist so, weil sie es erkennen, dass das wahr sein wird und zutrifft, was er beinhaltet. Im besten Fall wird auch seine Form der Sache gerecht sein, von welcher er handelt.

Idee

Erkenntnisfähigkeit

Es soll kein schlechtes Bild geben. Es wird aber eine Vielzahl an unterschiedlich guten Situationen zur Betrachtung eines Werks geben. Da finden wir allein nur selten einen Zugang dazu. Was wir uns aber erst einmal erschlossen haben, das bewahrt sich uns auch. Die Denkwege, die bereits gegangen worden sind, bleiben uns erhalten.

Da wird es von Bedeutung sein, auf was wir Wert legen. Allein nur etwas Gutes wird auch so etwas freisetzen, was gut genannt werden kann. Je leichter wir es damit haben, das einzusehen, umso eher werden wir es erkennen, wo wir gerade stehen.

Warnung

Eine Einschränkung der Freiheit

Ein Mensch, der vieles weiß, aber keine Gebote kennt, die er einzuhalten bereit ist, der würde bei mir nicht als rechtschaffen gelten. Ein Mensch Bedarf der Ordnung. Eine solche setzt es voraus, dass wir ihre Regeln kennen und anwenden.

Impuls

Freiheitsliebe und Ordnungsmäßigkeit

Jeder Mensch hat die Pflicht, sein eigentliches Recht für sich zu bewahren und sich gegen all das zu behaupten, was das Recht in ungerechtfertigter Weise beschneidet. Was ich für mich tue, das braucht noch lange kein Schaden für einen anderen zu sein.